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Bei den Einheimischen bekannt als Druk Yul (Land des Donnerdrachen) wird Bhutan als das letzte Paradies auf Erden betrachtet...
Geografie
Bhutan liegt in Südasien und grenzt im Süden an die indischen Bundesstaaten Sikkim, Westbengalen, Assam und Arunachal Pradesh (von Westen nach Osten), sowie im Norden an Tibet (China).
Die Oberflächengestalt Bhutans ist vom Himalaya geprägt. Über 80 Prozent des Landes liegen über 2.000 Meter Höhe. Das Land gliedert sich in drei Landschaften. Im Süden, an der indischen Grenze, verläuft die Duar-Ebene, eine schmale Niederung, die zu den Ausläufern des Ganges-Brahmaputra-Tieflandes gehört. Nördlich davon steigt das Land steil an.
Die 2.000 bis 3.000 Meter hohen Berge des Vorderhimalaya sind das Hauptsiedlungsgebiet. An der Grenze zu China liegt die Hochgebirgsregion Lunana. Höchster Berg des Landes ist der Kula Kangri mit 7.553 Meter. Der 7.541 Meter hohe Gangkhar Puensum ist der weltweit höchste Berg, der noch nie von einem Menschen bestiegen wurde. Mehr als zwei Drittel des Königreiches sind bewaldet.
Bevölkerung
Mit durchschnittlich ca. 17 Einwohnern pro km² hat Bhutan im südasiatischen Vergleich eine sehr geringe Bevölkerungsdichte. Das Klima und die Vegetation bestimmen weitgehend den menschlichen Siedlungsraum. Siedlungen sind längs der Täler anzutreffen. Die Gesellschaft ist stark bäuerlich geprägt - mehr als 90 % der Einwohner leben auf dem Land. Die übrige Bevölkerung wohnt in den wenigen Städten, wie Phuntsholing (26.000 Einw.) und Samdrup Jongkhar in der südliche Tiefebene, dem Duar, und Paro (2.500 Einw.) in der Bergregion.
Die erst 1960 gegründete Hauptstadt Thimphu einschließlich ihrer Peripherie, beheimatet nur 60.000 Menschen. Das Land bildet eine geographische Scheide zwischen den zentralasiatischen, tibetisch-birmanischen, buddhistisch-lamaistischen Kulturen im Norden und den südasiatischen, indoarischen, hinduistischen im Süden.
Die drei ethnischen Hauptgruppen sind die Ngalops, Sharchops, und die aus Nepal eingewanderten Lhotsampas. Die als Ngalops bezeichneten Nordbhutaner sind eng mit den Tibetern verwandt. Sie stellen die Mehrheit der Bevölkerung und kamen als Einwanderer seit dem 9. Jahrhundert aus Tibet ins Land. Sprache Die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen leben in verschiedenen Regionen und haben meist ihre eigene Sprache bzw. differenzierte Dialekte. Dennoch werden die über 18 Sprachen fünf linguistischen Gruppen zuordnet. Die offizielle Amtssprache ist das Dzongkha. Die Schriftsprache gibt es erst seit 35 Jahren, vorher wurde von den wenigen Schriftkundigen nur Choekey (religiöse Sprache, die dem klassischen Tibetisch entspricht) geschrieben.
Religion
Staatsreligion ist der Vajrayana-Buddhismus, der tantrischen Form des Mahayana-Buddhismus (als einziges Land der Welt). Der Alltag, die Kultur und die Rechtssprechung sind nachhaltig durch diese Religion geprägt. Der Je Khenpo und die mehreren tausend Mönche der Sekte spielen eine herausragende Rolle im öffentlichen und politischen Leben des Landes. Die Klöster und Klosterburgen (Dzongs) spielen eine wichtige Rolle im sozialen Leben, z.B. als Marktplätze und lokale Verwaltungszentren. Die hinduistischen Religionen und Praktiken werden im Süden des Landes von den Nachfahren der seit dem 19. Jahrhundert eingewanderten Nepalis und einiger weniger Inder ausgeübt |