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Alle Besucher, die das Königreich mit dem Flugzeug erreichen wollen, landen in Paro, mit der nationalen Fluglinie Druk-Air. Für einige Besucher wäre jedoch es praktischer, das Königreich durch die südlichen Grenzen bei Samdrup Jongkhar im Osten und Phuentsholing im Westen zu verlassen.
Interessante Plätze Thimphu Thimphu (2,350 m) ist, mit seiner traditionellen Architektur, womöglich die ungewöhnlichste Hauptstadt auf der ganzen Welt. Eine königliche Stadt, denn Thimphu ist das Zuhause der verehrten Königsfamilie und der Sitz ausländischer Entwicklungshilfe und Projekte.
Am Flußufer liegt Tashichho Dzong, die Hauptverwaltung, die auch den Thronsaal Seiner Majestät König von Bhutan umfaßt. Die Thangka Kunstschule im Herzen Thimphus ist ebenfalls einen Besuch wert. Lernende Mönche in burgundfarbenen Roben sitzen stundenlang im Klassenraum und lernen von einem Älteren, in einer safrangelben Robe. Bhutans Staatsbibliothek befindet sich nahe bei der Kunstschule und ist ferner einen Besuch wert. Dort befinden sich einige der ältesten Aufzeichnungen bhutanesischer Geschichte und Religion. Fünf Meilen von Thimphu entfernt steht Simtokha Dzong aus dem 17. Jahrhundert auf einem hohen Grat. Erbaut im Jahre 1627 beherbergt der älteste Dzong des Landes die Schule für buddhistische Lehren.
Die Straße in Richtung Dorchula Pass und nach Ost-Bhutan schlängelt sich von Simtokha Dzong den Berg hinauf.PUNAKHA Punakha ist ungefähr zwei Stunden Fahrt mit dem Auto von Dorchula im Tal entfernt. Auf dem Weg von Thimpu nach Punakha überquert man den 3,115-m hohen Dochula Pass. Punakha Dzong war die Hauptstadt Bhutans bis 1955 und ist heutzutage das Zuhause des Mönchsordens und Je Kenphos während der milderen Wintermonate. Trotz vier katastrophaler Feuer und einem verheerenden Erdbeben, das viele historische Dokumente zerstörte, beherbergt Punakha Dzong heilige Tempel. Darunter ist auch jener Tempel, in dem der einbalsamierte Leichnam des Shabdrung Ngawang Namgyal liegt. Der Dzong wurde vom amtierenden König vollständig wiederhergestellt.
Im Jahre 1993 wurde der größte Thongdrel Seiner Majestät König Jigme Singye Wangchuck und Je Khenpo in einer dreitägigen Weihe gewidmet, das den Adel Bhutans zusammenbrachte.Trongsa Mitten in Bhutan, vier Autostunden von Wangduephodrang entfernt, liegt Trongsa. Trongsa liegt 129 km östlich von Wangdi. Auf dem Weg dorthin überquert man den 3,300 m hohen Pelela Pass. Allen Reisenden, die den anstrengenden Weg auf sich nehmen, bietet die Stadt eine wohlverdiente Belohnung; so gibt bereits 14 km vor Trongsa ein Aussichtspunkt einen willkommenen Ausblick über den Dzong und die Stadt. Trongsa ist der Stammsitz der Königlichen Familie. Der Dzong, ein wahres Labyrinth von Tempeln, Gängen und Gebäuden der Ortsverwaltung, erstreckt sich in mehreren Ebenen an einer Felswand.Tongsa ist eine der reizvollsten bhutanesischen Städte.
Ost Bhutan Auf dem Weg nach Mongar überquert man den 3,800 m hohen Thumshingla Pass, den höchsten Pass in Bhutan. Die Fahrt über den Pass ist eines der faszinierendsten Erlebnisse auf der Reise durch Bhutan. Die Straße führt durch raue Hochgebirgswälder bis hinunter in blühende Himalayatäler sowie malerische Schluchten mit schäumenden Wasserfällen. Bei gutem oder zumindest einigermaßen klarem Wetter reicht die Sicht bis hinauf zu den höchsten Gipfeln des Himalayas; die Gegend bietet sich deshalb besonders für Bergwanderungen an. Wie das noch weiter östlich gelegene Tashigang liegt auch Mongar nicht direkt am Fluss, sondern auf einer Anhöhe über dem Talgrund. Der Dzong selbst, gemessen an vergleichbaren Tempelanlagen ein Bauwerk jüngeren Datums, wurde vom dritten König Jigme Dorji Wangchuck in Auftrag gegeben.
TASHIGANG Die Straße von Mongar windet sich über acht Kilometer bis ins Tal hinunter. Tashigang markiert den Endpunkt der 57 Kilometer langen Fahrt von Thiumphu. Die hoch auf einer Bergkuppe gelegene Stadt ist wahrscheinlich einer der geschäftigsten Orte in Bhutan; ihre Bedeutung für den Handel erklärt sich aus der Nähe zu Samdrup Jongkar im Süden. Die Bewohner der umliegenden Berge kommen häufig nach Tashigang um ihre bemerkenswerten Kunstwerke und bunten Stoffe aus ihrer eigenen traditionellen Herstellung anzubieten. Auf einem Felsen über der Stadt liegt der Dzong aus dem 17. Jahrhundert. Wunderschöne Ausblicke öffnen sich vom Hof des Dzong aus; hier wird deutlich, warum dieser Dzong lange als uneinnehmbar galt.
TASHIYANGTSE Einige Kilometer nördlich von Tashigang befindet sich Tashiyangtse. Der Dzong liegt eine halbe Stunde zu Fuss von der Straße entfernt und wird lediglich im Sommer von Mönchen bewohnt. Die eigentliche Stadt hat sich um den Chorten Koren, einen von zwei Tempeln im nepalesischen Stil, entwickelt. Hier soll, der Überlieferung zufolge, Guru Rimpoche eine Vision von der Entstehung eines Chorten und Tempel gehabt haben.
LHUNTSHI liegt 76 km (3h Autofahrt) nördlich von Mongar. Die Landschaft ist spektakulär mit Felsen, Klippen, Schluchten und dichte Nadelwälder. Dieser Teil ist berühmt für seine Weberinnen und die Stoffe, die sie produzierten.
DER SÜDOSTEN UND SÜDWESTEN BHUTANS Seit dem Bau der Straße von Tashigang nach Samdrup Jongkhar ist der Osten sehr viel leichter zugänglich und nach Indien hin offen. Es ist heute möglich, von Samdrup Jongkhar nach Phuentsholing durch Assam und West-Bengalen in Indien zu gelangen. Touristisch bietet die Gegend wenig, Samdrup Jongkar hat jedoch die Funktion eines "Tor" nach Indien. Phuentsholing im Süden ist eine geschäftige Grenzstadt; eine weitere Möglichkeit, Bhutan nach Indien zu Verlassen. |