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Vorbereitung

Unsere Reisen setzen eine gewisse Fitness voraus. Gut vorbereitet werden Sie den körperlichen, aber auch den seelischen Anforderungen unterwegs leicht gewachsen sein. So können Sie Ihre Reise in vollen Zügen genießen.

Wir empfehlen Ihnen ein Vorbereitungstraining, das den Anforderungen Ihrer geplanten Reise gerecht wird.

Ein sinnvolles Grundlagenausdauertraining sollte zwei- bis dreimal pro Woche stattfinden. 30 Minuten sportliche Aktivität mit Herzfrequenz 130-150 pro Trainingseinheit ist für Anfänger ein guter Einstieg. Nach einigen Wochen sollte dann auf eine Dauer von 60 Minuten pro Einheit erhöht werden. Langzeitausdauer wird bei Aktivitäten trainiert, die eine Herzfrequenz von 100-140 Schlägen pro Minute notwendig machen, aber zwei Stunden oder länger dauern. Zügiges Bergwandern oder ausgedehnte Waldläufe oder Radtouren sind hier ideal.

Impfungen

Welche Impfungen vorzunehmen sind, hängt vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand und dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden ab.

Im Einzelfall sind unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich deshalb immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder beim Tropeninstitut in Anspruch zu nehmen.

Häufig empfohlene Basisimpfungen:

  • Tetanus  (Verletzungen)
  • Diphtherie (Krankenkontakt)
  • Hepatitis A  (Nahrungsmittel, Trinkwasser)
  • Hepatitis B (Blut, Medizinische Eingriffe, Sexualität)
  • Typhus (Nahrungsmittel, Trinkwasser)
  • Cholera (Trinkwasser) Iimpfstoff begrenzt wirksam, Risiko i.d. Regel sehr gering)
  • Kinderlähmung (Polio) (Nahrungsmittel, Trinkwasser in einigen asiatischen Ländern)

Mögliche weitere Impfungen/Prophylaxe

  • Tollwut (Tierbiss, erfordert bei Nichtgeimpften sehr rasche Notimpfung)
  • Japan-Enzephalitis (Mücken bei sehr einfachen Wohnverhältnissen i.d. Nähe von Tierstellen. Impfreaktionen häufig)
  • Malariaprophylaxe (nur während die Moessonzeit im Chitwan NP)

Eigene Reiseapotheke

  • Breitbandantibiotika, falls kein vertrauenswürdiger Doktor greifbar ist
  • Imodium (=Lopedium) + Kohlekompretten gegen Durchfall
  • Elektrolyte - gibt es als Pulver und ist wichtig bei Durchfällen
  • Fenistil gegen Allergien und Sonnenbrand
  • Aspirin für Kopfschmerzen und leichte Grippe
  • Paracetamol für Grippe, Fieber und Gliederschmerzen
  • Augentropfen für Bindehautentzündungen
  • Lutschtabletten gegen Halsschmerzen und Husten
  • Sonnencreme (speziell: Sunblocker für die Nase in hohen Lagen)
  • Pflaster für kleine Verletzungen und Blasen
  • Verbandsmaterial und Sprüh-Verband für kleinere Schürfwunden
  • und natürlich alle Medikamente, die Sie auch zu Hause benötigen
  • Wenn Spritzen und Kanülen (z.B. für Diabetiker) mitgenommen werden, sollte die Notwendigkeit vom Arzt bescheinigt sein, um Schwierigkeiten mit ausländischen Zollbehörden zu vermeiden!

Narhrungsmittel- und Trinkwasserhinweise

  • Unbedenklich sind gut durchgegarte, gekochte und heiss servierte Speisen, heisser Kaffee und Tee, kohlensäurehaltige Getränke, Bier und Wein.
  • Gesundheitsgefährdend sind unzureichend erhitzte Speisen, nicht pasteurisierte Milchprodukte (z.B. Frischmilch, Speiseeis) sowie Obstsorten, die nicht geschält werden können.
  • Das Trinken von Leitungswasser ist riskant. Auf Eiswürfel in Getränken verzichten!
  • Faustregel: Nichts Essen, das nicht gekocht oder geschält werden kann!
  • Wasser sollte nur abgekocht und gefiltert getrunken werden. In Hotels ist abgekochtes Wasser erhältlich.

Wichtige Hinweise

  • An die klimatischen Verhältnisse angepasste Kleidung sowie festes, knöchelumschliessendes Schuhwerk tragen bei Trekking- Touren.
  • Für Personen mit Herz- und Lungenleiden können Trekking-Touren in grossen Höhen gefährlich sein. Vorher unbedingt den Arzt befragen. Eine schrittweise Aklimatisierung an die Höhe unbedingt beachten!
  • Symptome einer Höhenkrankheit können im Hochgebirge extremes Schwächegefühl, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein. In diesem Fall sofort in tiefergelegene Regionen absteigen.
  • Unbedeckte Hautstellen, insbesondere auch die Lippen, müssen mit einem Sonnenschutzmittel (Lichtschutzfaktor 8 und höher) geschützt werden. Kopfbedeckung tragen!
  • Immer auf eine ausreichende Elektrolyt- und Flüssigkeitszufuhr bei Durchfallerkrankungen achten. Abgepackte Glukose-Elektrolyt-Mischungen sind im Handel erhältlich und gehören in jede Reiseapotheke.
  • Auch kleine Wunden sorgfältig desinfizieren und vor Verschmutzung schützen.
  • Insbesondere bei ungeschützten Sexualkontakten besteht grundsätzlich die Gefahr, sich gefährliche Infektionen, wie z.B. die HIV-Infektion, zuzuziehen.